Lautlos genießen oder mal eben schnell zum Strand nach Juist – Beim Verdener Luftfahrt-Verein lässt sich manches arrangieren!

Ein sonniger Frühlingsmorgen, durch die Sonneneinstrahlung entwickeln sich langsam schneeweiße Quellwolken – das ist das Wetter, dem die Verdener Segelflieger entgegenfiebern. Dann starten sie mit ihren Segelflugzeugen zu Dreiecksflügen, die sie weit nach Mecklenburg-Vorpommern oder Nordrhein-Westfalen führen. Lautlos gleiten sie unter den Wolken dahin, immer auf der Suche nach den Aufwinden, die sie die nächsten Kilometer weitertragen. Sie erleben dabei die Vielfalt der Natur, wie es nur aus der dritten Dimension möglich ist.

Für die Vereinsmitglieder hat nach fünfmonatiger Pause die Segelflugsaison wieder begonnen. Dies heißt aber nicht, dass man in den Wintermonaten keinen Segelflieger auf dem Flugplatz in Verden-Scharnhorst antrifft. Im Gegenteil, der Winter wird für die Wartung der vereinseigenen Segelflugzeuge genutzt. Unter der fachlichen Leitung von lizensierten Werkstattleitern fassen vom Schüler bis zum alten Hasen alle mit an. Dies minimiert die Kosten und jeder lernt neben dem Umgang mit verschiedenen Werkstoffen auch das Innenleben seines Fluggerätes kennen. Das Ergebnis der Winterarbeit wird von einem amtlichen Prüfer für Luftfahrtgerät abgenommen, bevor die Flieger das erste Mal im neuen Jahr von der Startwinde in den weißblauen Himmel gezogen werden.

 

Gut ausgebildet kann der Scheininhaber die dritte Dimension genießen und zu immer neuen Zielen aufbrechen. Die Segelflieger avancieren dabei zu ständigen Himmelsbeobachtern, damit sie an dem Tag, der die besten Aufwinde verspricht, möglichst schnell in ihrem Flugzeug sitzen, sich in der Thermik unter einer Wolke nach oben schrauben, um dann nahezu lautlos möglichst schnell und weit dahinzugleiten. So sind in Australien schon 1400 Kilometer große Dreiecke umflogen worden.

 

Während der Segelflug die Sonne als Energiequelle nutzt und somit auf dem Sommer angewiesen ist, kann der Motorflug ganzjährig betrieben werden. Hier sind die in einer Dreiviertelstunde zu erreichenden Nord- und Ostfriesischen Inseln die beliebtesten Ziele der Verdener Piloten, doch auch Großbritannien, Skandinavien und die Iberische Halbinsel findet man in den Flugbüchern.

 

Nicht immer sind die Piloten allein unterwegs – Verdener Segelflieger nehmen an Wettbewerben auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene teil, Motorflieger treffen sich zu Flugrallyes. Hierbei steht neben dem persönlichen Leistungsvergleich auch die Kontaktpflege im Vordergrund, denn die Flieger sind ein geselliges Völkchen.

 

An ihren Erlebnissen können auch „Nichtflieger“ partizipieren. Zum Beispiel, während eines Gastfluges zum Selbstkostenpreis, die so gut wie an jedem Wochenende angeboten werden. Ob eine Runde um Verden, ein Flug über Bremen oder einen Standaufenthalt auf Juist, beim Verdener Luftfahrt-Verein e. V. lässt sich alles arrangieren!

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