Ein neues Segelflugzeug erhielt den Namen des Vereinsgründers

Im Sommer 1990 wurde vom Vorsitzeden des Verdener Luftfahrt-Vereines, Ehrhard Uhlig dem Ehrenvorsitzenden Hans-Heinrich Söhl der Wunsch und der einstimmige Beschluss des VLV vorgetragen, ein neues Segelflugzeug auf seinen Namen taufen zu lassen und um sein Einverständnis zu bitten. Hans-Heinrich Söhl war so verblüfft, dass er sich Bedenkzeit ausbat mit der Begründung, dass es doch wohl nicht üblich sei, noch Lebenden diese Ehre zu erweisen. Ein Widerspruch von Ehrhard Uhlig bezweckte zunächst nichts, doch im Laufe der nächsten Tage wurden Unterlagen gefunden, aus denen hervorging, dass solche Taufen durchaus keine Seltenheit waren und sind. Hans-Heinrich Söhl wurde von seiner Frau überredet und so konnte es geschehen.

Am 25. August 1990 wurde die Taufer zweier Segelflugzeugen im Beisein von Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Mitgliedern des VLV vollzogen, die der Vorsitzende Ehrhard Uhlig begrüßte. Anschließend wies der zweite Vorsitzende Erich Schwinge besonders drauf  hin, dass die jüngste 15-jährige Segelflugschülerin Melanie Müller die Taufe des Segelflugzeuges ASK 13 zu Ehren des Gründers des Verdener Luftfahrt-Vereines vollziehen werde. Die Gegenüberstellungen empfanden alle Beteiligten als äußerst sinnvoll. Mit ehrenden und warmen Worten würdigte Erich Schwinge die Verdienste von Hans-Heinrich Söhl. Sehr bewegt dankte Söhl dem Redner und für die ihm zuteilgewordene Ehrung. Das zweite Flugzeug vom Typ DG 300 wurde von dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Verdener Sportvereine, Ernst-Leo Nießen, auf den Namen „Pegasus“ getauft. Dankbar und ausdrücklich richtete Erich Schwinge seine Worte an Landrat Christoph Rippich und den stellvertretenden Bürgermeister Horst-Heiner Pabst, denn Kreis und Stadt hatten die Anschaffung der beiden Segelflugzeuge finanziell unterstützt. Beide brachten in ihren Grußworten ihre Wünsche für weitere Erfolge des VLV zum Ausdruck. Bei einer Kaffeetafel fand die Veranstaltung ihren Abschluss. Doch nutzten noch viele die gebotene Möglichkeit zu einem Rundflug. Am 09. September 1990 war wieder Flugtag. Das vorgehende Programm versprach mit dem Start von Heißluftballons, mit Kunst- und Oldtimerflügen sowie dem Hubschrauber- Vorführungen sehr abwechslungsreich zu werden. Auch wurden für die Zuschauer Rundflüge angeboten. Aber wieder einmal hatte Petrus seine Hand im Spiel. Das anhaltende unsichere Wetter mit gelegentlichen Regenschauern hatte diesmal die gewohnten Zuschauermassen vom Besuch abgehalten. Möglich war vielleicht auch eine Angst vor ähnlichen Darbietungen, wie sie das Unglück in Ramstein verursacht hatte. Doch mit dem bekannten Verantwortungsbewusstsein hat der Verdener Luftfahrt-Verein auf ähnliche Vorführungen grundsätzlich verzichtet. Aus Sicherheitsgründen mussten wegen des unsicheren Wetters auch einige Kunstflüge ausfallen. Immerhin war der Tag im Hinblick auf den launischen Petrus noch einigermaßen verlaufen, denn genau am Schluss der Veranstaltung setzte prasselnder Regen ein.

© 2002-2017 Verdener Luftfahrt-Verein e. V. | Letztes Update: 11.10.2016 | Flugschule | Flugplatz | Verein

Besuchen Sie uns auf:

Besuchen Sie uns auf Facebook